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Dagmar Glemme - Der Weg der Steine - Steinskulpturen in Uelzen


Pressestimmen zum "Weg der Steine"

   vom 20.Mai 2008

Der Weg der Steine
21 Felsen machten sich gestern auf die Reise von Schweden nach Uelzen
Bei einem Festakt wurden die Steine für Uelzen in Ugglarp vorgestellt.


Foto: Neidhardt

Von Thomas Mitzlaff

Uelzen. Sie sind zwischen zwei und sieben Tonnen schwer, bis zu drei Meter hoch und keiner gleicht dem anderen: 21 Skulpturen sind am Sonntag im schwedischen Ugglarp im Rahmen einer Feierstunde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. Gestern wurden sie dann auf vier Lastwagen verladen und in Richtung Uelzen geschickt. Sie sollen künftig den Weg zwischen dem von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Bahnhof und der Innenstadt säumen.

200 Gäste hatten sich am Sonntag in Ugglarp vor einer Halle versammelt, in der die Künstlerin Dagmar Glemme die Steine in den vergangenen sieben Monaten bemalt hatte. Die 63-jährige Deutsch-Schwedin erklärte das Projekt, die Geschichten, die hinter den Bildern stehen, und warum die Steine den Weg in die Uhlenköperstadt antreten. Der in Schweden bekannte Jazzmusiker Per Thornberg spielte Musikstücke, die er eigens für den Weg der Steine komponiert hatte. Die ersten beiden Lastwagen werden schon heute Nachmittag hier erwartet.

"Alle 50 bis 100 Meter wird einer dieser Granitblöcke als markante Orientierung aufgestellt", erläutert Citymanager Joachim Lotz. Jeder der 21 Steine hat auf jeder Seite ein anderes Gesicht, mehrere Dutzend Motive gibt es also zu bestaunen. Wie die aussehen, ist (noch) geheim: Erst am Sonnabend, 24. Mai, sollen die Steine auf dem Weg in die Innenstadt feierlich enthüllt werden. Die Einweihung, zu der auch die Künstlerin und 50 schwedische Gäste erwartet werden, beginnt mit buntem Rahmenprogramm um 11 Uhr an der Zufahrt zum Bahnhof und zieht sich in den folgenden zwei Stunden bis zum Herzogenplatz.

Dagmar Glemme ist in Uelzen zur Schule gegangen. Citymanager Lotz hatte die "verlorene Tochter" der Stadt wieder entdeckt und knüpfte Kontakte zu der Malerin und Bildhauerin, deren Werke unter anderem im UN-Gebäude in New York zu sehen sind. Bei einem Besuch in Uelzen im Jahr 2007 entstand die Idee für den Weg der Steine. "Wir bekommen etwas, das es in keiner anderen Stadt in Deutschland zu sehen gibt", freut sich Lotz.